Zestenreißer – das unbekannte Küchenwerkzeug mit viel Potenzial

Die meisten passionierten Hobbyköche verfügen über eine perfekte Ausstattung an hochwertigen Küchenutensilien. Aber besitzt ihr auch einen Zestenreißer? Es beginnt meist schon damit, dass kaum jemand genau erklären kann, was er überhaupt ist und warum ein einfaches Messer oder ein Sparschäler ihn nicht ersetzen kann.

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Was ist ein Zestenreißer genau?

Zesten bezeichnen hauchdünne Streifen, die aus der Schale von Obst und Gemüse geschnitten bzw. geschabt oder gerissen werden. In der Regel kommen Zestenreißer für die Bearbeitung von Zitrusfrüchten zum Einsatz. Besonders häufig werden in der Küche Zesten von Zitronen, Orangen oder Limetten verwendet. Allerdings lassen sich durchaus auch Gemüsesorten wie Karotten problemlos mit ihm bearbeiten. Zesten dienen der Aromatisierung von Speisen und Getränken, werden aber auch häufig als Dekorationsmittel (z. B. für Cocktails oder für die Garnitur von Speisen) verwendet.

Andere Begriffe für eine Zestenreißer sind beispielsweise:

  • Zestenschneider
  • Zestenschaber
  • Zesteur

Wie funktioniert er?

Es gibt unterschiedliche Konstruktionsformen und Ausführungen von Zestenreißern. Wenn ihr einen kaufen möchtet, achtet auf die feinen Unterschiede zwischen den Herstellern. Generell besteht die Konstruktion aus einem Handgriff, der aus Metall, Kunststoff oder auch Holz gefertigt sein kann. Er sollte möglichst gut in der Hand liegen. Vorne befindet sich ein kurzes Blatt, an dessen Ende mehrere ringförmige Klingen befestigt sind. Diese Ringklingen sind extrem scharfkantig und relativ klein. Deshalb könnt ihr damit feine Zesten “reißen”. Tatsächlich werden sie eher abgeschabt oder abgezogen.

Manchmal hat ein Zestenreißer noch eine zusätzliche und etwas größere Klinge, die entweder seitlich oder unterhalb des Blattendes angebracht ist. Sie ist ebenfalls ringförmig und ermöglicht das Abziehen größerer Zesten, etwa für die Dekoration von Cocktails oder als Garnitur der bereits mit kleineren Zesten aromatisierten Speise. Die Tiefe des Schnitts könnt ihr durch den Ansatzwinkel an der Schale variieren. Außerdem könnt ihr mehr oder weniger Druck bei der Schälbewegung ausüben, um die Klingen unterschiedlich zu nutzen.

Warum solltet ihr einen kaufen?

Gerade in modernen Kochrezepten arbeiten Profiköche gerne mit der aromatisierenden Wirkung von Zesten. Kaum eine Kochshow im Fernsehen, wo Zesten bzw. Zestenreißer nicht zum Einsatz kommen. Natürlich lassen sich Zesten theoretisch mit etwas Geschick auch ohne ein Spezialwerkzeug von der Schale hobeln, doch das erfordert einiges an Geschick und ein extrem scharfes Messer mit dünner Klinge. Manche Leute setzen ersatzweise Sparschäler für Kartoffeln oder Spargel ein. Doch damit erhaltet ihr keine optisch ansprechenden Zesten, sondern eher breite Streifen.

Sowohl Messer als auch Sparschäler sind aus einem weiteren Grund dem Zestenreißer unterlegen. Eine perfekte Zeste sollte nur aus der obersten Schicht der Fruchtschale bestehen. Ob das gelungen ist, erkennt man leicht an der Farbe, denn die Zesten sollten nur die Farbe der Schale besitzen. Schneidet ihr zu tief, enthält die Zeste das sogenannte Albedo – die weiße, sehr bittere Unterschicht, die unter der Schale von Orangen und Zitronen sitzt. Obwohl Bitterstoffe in gewissen Grenzen Speisen durchaus bereichern, sollten Zesten möglichst keine enthalten. Ansonsten überdecken die Bitterstoffe eventuell das feine Aroma der Speisen.

Wer gerne Cocktails mixt, braucht einen Zestenreißer

Für einen Privathaushalt war der Zestenreißer lange Zeit kein absolutes Muss. Doch mit der steigenden Zahl versierter Hobbyköche und ausgefeilter Rezepte dürfen Zesten zur Abrundung des Aromas nicht fehlen. Falls ihr aber gerne Cocktails wie Gin Tonic, Negroni oder Dry Martini mixt und euren Gästen professionell servieren möchtet, solltet ihr auf jeden Fall einen guten kaufen, denn er gehört heutzutage einfach zum vollständigen Barzubehör.